STUTE entwickelt für ArcelorMittal neue Variante des Coiltransports

Im Auftrag des Kunden ArcelorMittal SSC Edenkoben entwickelte STUTE eine neue Variante des Coiltransports mit Rollrichtung in Fahrtrichtung. Grundsätzlich werden stehende Spaltbänder in Coilmulden verladen, durch normenkonforme Sicherungsmaßnahmen (VDI 2700 ff) auf den Fahrzeugen fixiert und den jeweiligen Kunden zugestellt. Die Spaltbänder werden dann quer zur Fahrtrichtung geladen. 

Auf Wunsch des Kunden ArcelorMittal SSC Edenkoben prüfte STUTE, inwieweit im Gegensatz zu dieser üblichen Verladung eine sichere Verladung stehender Spaltbänder mit Rollrichtung in Fahrtrichtung auf einem Lkw möglich ist. Als Voraussetzung nannte der Kunde die Verwendung eines Standard-Lkw mit abgedeckter Coilmulde sowie einer Standard-Ausrüstung an Ladungssicherungsmaterial. STUTE fertigte im Vorfeld des Versuchs individuelle Coilschuhe an. 

Am 15. Juni 2013 fanden am Standort DLZ Edenkoben Fahrversuche statt. Neben STUTE-Vertretern aus den Bereichen Landverkehr und Arbeitssicherheit war auch Markus Mertens, Sachverständiger des Bildungszentrums Eifel IGS-Verlag, vor Ort. Die Beteiligten verpackten die beiden 5,8 und 5,4 Tonnen schweren Spaltbänder in zwei den VDI-Vorgaben entsprechende Coilschuhe (Ladeeinheit durch Fixierung mit Signodebändern). Die umfangreichen Fahrversuche ergaben, dass eine Verladung der Spaltbänder in einem Coilschuh unter folgenden Voraussetzungen möglich ist: 

  • Verladung nur paarweise, d.h. nebeneinander, weil sonst das auf den Coilmuldenabdeckungen aufgebrachte Gewicht zu hoch ist
  • Coils müssen formschlüssig nebeneinander stehen und miteinander verbunden sein
  • Sicherung der Coils nach vorn und nach hinten mit Ketten
  • Sicherung der Coils gegen Einsteckrungen 
  • Vollflächiges Auslegen zwischen den Rungen mit Coilmuldenbrettern und ggf. Paletten – ggf. Anbringen eines Kopflashing
  • Sicherung mit Gurt über die Coils 

STUTE setzt diese Variante des Coitransports inzwischen für ArcelorMittal SSC Edenkoben ein, weitere Sonderlösungen wie Spaltbandverladungen auf Bahnwaggons sind derzeit in Planung.