Experten treffen sich auf dem 17. BranchenForum Stahl in Dortmund

Am 17. Mai fand in Dortmund das 17. BranchenForum Stahl statt, ausgerichtet vom Verband für Verkehrswirtschaft und Logistik NRW (VVWL) e.V. Dieses Branchentreffen bietet Stahlindustrie, Stahlhandel und Stahl-Service-Centern eine Plattform, sich mit Transporteuren und Logistikern über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen des Stahlmarktes auszutauschen.

Auch in diesem Jahr waren namenhafte Experten aus Stahlindustrie, Transportwirtschaft, Behörden und Verbänden vertreten. Rolf Bennemann, Operativer Divisionsleiter Landverkehr bei STUTE, bereicherte die Runde aus Sicht eines Logistikdienstleisters.

Die Vertreter der Stahlindustrie meldeten, die Auftragslage habe sich erfreulicherweise sichtlich verbessert. Der Auftragseingang für Walzstahl sei um sechs Prozent gestiegen und die Rohstahlproduktion um drei Prozent. Dieser sehr positiven Entwicklung stehe jedoch die anhaltende Importschwemme von billigem Stahl aus Übersee entgegen, die weiterhin für einen starken Preisdruck bei den Stahlproduzenten sorge.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sprachen die Experten auch über die aktuellen Herausforderungen für die Logistik beim Straßentransport. Um eine verlässliche Planung des Ver- und Entladeprozesses für Verlader und Spediteur zu ermöglichen, begrüßten sie beispielsweise die Einführung von Zeitfenster-Managementsystemen.  Die zunehmende Durchdringung solcher Systeme und die sich verschärfende Verkehrssituation erforderten jedoch erhebliches Improvisationstalent und Priorisierung seitens der Logistiker. „Durch Staus und die marode Infrastruktur kann es vorkommen, dass Fahrer kurz vor dem Ziel noch eine halbe Stunde Pause einlegen müssen, denn die Sozialvorschriften werden in Deutschland streng kontrolliert“, warb Rolf Bennemann für Verständnis seitens der Auftraggeber.